Der Einfluss der Mikrongröße auf die Filterleistung: Die richtige Partikelgröße für eine kosteneffektive Filtration
Die Mikronzahl bestimmt in hohem Maße, wie gut ein Filter bei der Reinigung von Flüssigkeiten funktioniert. Dieser Parameter, ausgedrückt in Mikron (µm), gibt an, welche Partikelgröße ein Filter noch durchlässt und welche zurückgehalten wird. Die Wahl der optimalen Mikronzahl stellt ein Gleichgewicht zwischen Reinheit, Durchflussrate und Lebensdauer des Filtersystems dar. Was bedeutet die Mikronisierung bei […]
Die Mikronzahl bestimmt in hohem Maße, wie gut ein Filter bei der Reinigung von Flüssigkeiten funktioniert. Dieser Parameter, ausgedrückt in Mikron (µm), gibt an, welche Partikelgröße ein Filter noch durchlässt und welche zurückgehalten wird. Die Wahl der optimalen Mikronzahl stellt ein Gleichgewicht zwischen Reinheit, Durchflussrate und Lebensdauer des Filtersystems dar.
Was bedeutet die Mikronisierung bei der Flüssigkeitsfiltration?
Ein Mikron ist eine Maßeinheit, die einem Tausendstel eines Millimeters (0,001 mm) entspricht. Für viele industrielle Anwendungen sind Partikel zwischen 1 und 100 Mikrometern relevant. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat eine Dicke von etwa 70 Mikron, während Bakterien typischerweise zwischen 0,2 und 5 Mikron messen.
Bei Filtern gibt der Mikrometerwert die nominale oder absolute Filtergenauigkeit an. Ein Nennwert von 5 Mikron bedeutet zum Beispiel, dass der Filter etwa 85-95% aller Partikel abhält, die größer als 5 Mikron sind. Ein absoluter Wert von 5 Mikron hält praktisch 100% aller Partikel ab, die größer als 5 Mikron sind.
Die Beziehung zwischen Mikronzahl und Filterleistung
Der gewählte Mikron-Wert hat direkte Auswirkungen auf:
- Druckverlust: Je feiner die Filterung (geringerer Mikronwert), desto größer ist der Widerstand, den die Flüssigkeit beim Durchfließen erfährt. Dieser Widerstand schlägt sich in einem Druckabfall nieder, der zusätzliche Energie für die Pumpen erfordert.
- Durchflussmenge: Filter mit geringeren Mikronwerten haben in der Regel eine geringere Durchflussmenge, da die kleineren Poren mehr Widerstand bieten.
- Verschmutzungsgrad: Feinere Filter verstopfen schneller, weil sie mehr Partikel abfangen, was zu einem häufigeren Austausch führt.
- Reinheit: Je niedriger der Mikronwert, desto reiner ist das Endergebnis, allerdings auf Kosten anderer Leistungsfaktoren.
Kosten senken durch Auswahl der richtigen Mikronisierung
Wählen Sie genau den richtigen Mikrometerwert. Nicht zu grob und nicht zu fein, kann zu erheblichen Einsparungen führen:
- Energiekosten: Filter mit zu geringen Mikronwerten verursachen einen unnötigen Druckabfall, was zu einem höheren Energieverbrauch der Pumpensysteme führt.
- Filteraustausch: Zu feine Filter verstopfen eher, was einen häufigeren Austausch erforderlich macht. In industriellen Anlagen können sich die Kosten für Filterelemente und Produktionsausfallzeiten schnell summieren.
- Produktionsqualität: Zu grobe Filter können Verunreinigungen durchlassen, die zu Schäden an Geräten oder Endprodukten führen können. Dies führt zu Reparaturkosten, die die Investition in eine bessere Filtration oft weit übersteigen.
Micronage und Filtertypen: was passt zu welchem System?
Die Mikronzahl ist nicht universell für alle Filtertypen anwendbar. Jedes System hat seinen eigenen Bereich und seine eigenen Grenzen. Hier finden Sie einen Überblick über die bei JMF am häufigsten verwendeten Filtrationstechniken:
Beutel-Filter
- Mikrometerbereich: 1 – 200 Mikrometer (nominal & absolut)
- Vorteile: Erschwinglich, schnell austauschbar, großes Schmutzfangvolumen
- Typische Verwendung: Prozesswasser, Kühlwasser, Spülwasser
Wählen Sie für feinen Schmutz (z.B. Pigmente, Mikroplastik) niedrigere und für gröberen Schmutz (z.B. Sand, Rost) höhere Mikronzahlen.
Zyklonfilter / Hydrozyklone
- Mikrometerbereich: Keine genaue Mikrometerangabe, aber effektiv von ±30-100 Mikrometer
- Vorteile: Keine Ersatzteile, geringe Wartung
- Typische Verwendung: Sandabscheidung, Brunnenwasser, Baustellenwasser
Nicht geeignet für feine Partikel unter ~30 Mikron, aber ideal für große Durchflussmengen und grobe Verunreinigungen.
Siebe (Simplex / Korb)
- Mikrometerbereich: 50 – 3.000 Mikrometer (je nach Perforation)
- Vorteile: Wiederverwendbar, schnelle Reinigung, Grobfiltration
- Typische Anwendung: Pumpenschutz, Industrieanlagen, Abwasser
Wählen Sie Siebe für grobe Verunreinigungen oder als Vorfilter vor feineren Systemen wie Beutelfiltern.
Tipp: Die Kombinationsfiltration wird in vielen Installationen verwendet. Zum Beispiel:
- Zyklonfilter als Grobabscheider
- Schlauchfilter für die Feinbearbeitung
- Schmutzfänger zum Schutz von Pumpen oder Anlagen
Maßgeschneiderte Beratung für optimale Mikronutzung
Die richtige Mikronisierung hängt von mehreren Faktoren ab: Flüssigkeitstyp, Verschmutzungsgrad, gewünschte Reinheit, Durchflussrate und verfügbarer Pumpendruck. Eine allgemeine Regel gibt es nicht – jede Anwendung erfordert eine spezifische Analyse.
Sie möchten wissen, welche Mikronisierung für Ihre Filtrationsaufgabe optimal ist? Unsere Spezialisten helfen Ihnen gerne. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Flüssigkeitsfiltration können wir genau bestimmen, welche Filtrationsgenauigkeit für Ihre spezielle Anwendung am besten geeignet ist.
Haben Sie Fragen zur richtigen Mikronisierung für Ihren Prozess? Kontaktieren Sie einen unserer erfahrenen Filterspezialisten.


































